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Wie Unfallerfasser aus dem Schadenalltag entstand

Unfallerfasser begann mit einer einfachen Frage aus dem Schadenalltag: Wie lassen sich die wichtigen Informationen direkt am Unfallort vollständig erfassen?

Inhalt dieses Ratgebers
  1. Das wiederkehrende Problem aus der Praxis
  2. Vom Problem zur Produktidee
  3. Die unabhängige Plattformidee heute

Unfallerfasser entstand nicht aus einer theoretischen Produktidee. Der Ausgangspunkt waren reale Schadenfälle und eine Beobachtung, die Roman Saremba über viele Jahre immer wieder machte: Direkt nach einem Unfall fehlen häufig genau die Informationen, die für die spätere Bearbeitung wichtig sind.

Fotos zeigen nur einzelne Details, der genaue Unfallort ist nicht dokumentiert, Zeugen werden nicht notiert oder Kontaktdaten sind unvollständig. Später müssen diese Angaben mit Rückfragen ergänzt werden. Manche Informationen lassen sich dann nur schwer oder gar nicht mehr rekonstruieren.

Viele Jahre, immer wieder dieselben Lücken

Roman Saremba bringt rund 15 Jahre Erfahrung aus der Automobilbranche und der Kfz-Sachverständigenpraxis mit. In dieser Zeit zeigte sich, dass die technischen Schäden nur ein Teil der täglichen Arbeit sind. Ebenso entscheidend ist die Qualität der Informationen, die unmittelbar nach dem Ereignis gesichert wurden.

Für Betroffene ist der Unfallmoment eine Ausnahmesituation. Sie sollen auf den Verkehr achten, Beteiligten helfen, Daten austauschen und gleichzeitig sinnvolle Fotos aufnehmen. Was für erfahrene Fachleute selbstverständlich erscheint, ist für Menschen unter Stress schwer in eine richtige Reihenfolge zu bringen.

Auch Unternehmen kennen dieses Problem. Bei wechselnden Fahrern entstehen Schadenmeldungen per Telefon, E-Mail, Messenger oder Papier. Jeder Fall beginnt anders, obwohl für die weitere Bearbeitung ähnliche Grundinformationen benötigt werden.

Die Idee: Führung statt eines leeren Formulars

Aus diesen wiederkehrenden Situationen entstand die Frage, ob ein digitaler Begleiter die notwendigen Schritte verständlich vorgeben kann. Die Lösung sollte nicht nur ein bestehendes Papierformular auf einen Bildschirm übertragen. Sie sollte Menschen Schritt für Schritt durch die Aufnahme führen.

Der Ablauf beginnt bei den grundlegenden Angaben und führt über Unfallort, Fahrzeuge, Beteiligte, Fotos und Dokumente bis zu einer geordneten Zusammenfassung. Dadurch entsteht eine gemeinsame Struktur, ohne vom Nutzer Fachwissen über Schadenpositionen oder Versicherungsabläufe zu verlangen.

Wichtig war von Beginn an eine klare Grenze: Die App dokumentiert und übermittelt Informationen. Sie ersetzt keinen Notruf, keine Rechtsberatung und keine persönliche Begutachtung durch einen qualifizierten Sachverständigen.

Vorbereitung und Ernstfall gehören zusammen

Eine Anwendung hilft nur, wenn sie im entscheidenden Moment erreichbar und verständlich ist. Deshalb verbindet Unfallerfasser die Vorbereitung mit dem tatsächlichen Schadenfall. Nutzer können die App vorher installieren und sich mit dem Ablauf vertraut machen.

Im Ereignisfall soll möglichst wenig improvisiert werden müssen. Eine klare Reihenfolge reduziert die Zahl spontaner Entscheidungen und erinnert an Punkte, die unter Stress leicht übersehen werden.

Warum eine praktische Lösung notwendig wurde

Checklisten und Papierformulare waren zwar vorhanden, standen aber nicht immer dort zur Verfügung, wo sie gebraucht wurden. Außerdem geben sie selten eine Rückmeldung, ob ein Schritt vollständig erledigt wurde. Das Smartphone ist dagegen für viele Menschen unmittelbar erreichbar und kann Hinweise, Kamera und Eingabefelder in einem Ablauf verbinden.

Die Entscheidung für eine App war deshalb kein Selbstzweck. Sie ergab sich aus der Frage, wie eine erprobte Reihenfolge in den tatsächlichen Unfallmoment gebracht werden kann.

Der praktische Nutzen stand damit von Anfang an vor einer möglichst spektakulären technischen Darstellung.

Aus einem Einzelfall wird ein einheitlicher Prozess

Die ursprüngliche Beobachtung betraf einzelne Geschädigte. Schnell wurde deutlich, dass dieselbe Herausforderung in Fuhrparks und Organisationen größer wird. Wenn viele Fahrer und Fahrzeuge beteiligt sind, braucht es einen gemeinsamen Meldeweg.

Damit entwickelte sich Unfallerfasser von einer Hilfe für den einzelnen Unfallmoment zu einer Plattformidee: mobile Führung für den Fahrer, strukturierte Schadeninformationen für die weitere Bearbeitung und ein klarer Einstieg für unterschiedliche Zielgruppen.

Unabhängigkeit als Teil der Positionierung

Die Anwendung soll Betroffene und Organisationen bei der Dokumentation unterstützen, ohne die spätere fachliche Bewertung vorwegzunehmen. Eine geordnete Schadenakte schafft eine bessere Ausgangslage, entscheidet aber nicht über Haftung, Reparaturweg oder Schadenhöhe.

Diese Trennung ist auch für die Plattformidee wichtig. Unfallerfasser kann Kontakte anbahnen und Informationen auf Wunsch weiterleiten. Die Beauftragung eines Sachverständigen oder eines anderen Dienstleisters erfolgt davon getrennt. So bleibt erkennbar, welche Leistung die App erbringt und wo ein eigenständiger fachlicher Auftrag beginnt.

Praxisnah und unabhängig positioniert

Unfallerfasser ist aus der Sachverständigenpraxis entstanden und bleibt dieser Herkunft verpflichtet. Die Anwendung soll die Ausgangslage verbessern, bevor eine fachliche Bewertung oder weitere Dienstleistung beginnt.

Die Plattform vermittelt nicht automatisch einen bestimmten Vertrag oder eine bestimmte Entscheidung. Nach Eingang einer Schadenmeldung kann auf Wunsch der Kontakt zu einem unabhängigen Kfz-Gutachter vor Ort angebahnt werden. Eine direkte Beauftragung eines Sachverständigen ist davon als eigenes Vertragsverhältnis zu unterscheiden.

Weiterentwicklung anhand konkreter Abläufe

Ein digitales Produkt ist nie endgültig abgeschlossen. Neue Funktionen sind nur dann sinnvoll, wenn sie einen erkennbaren Nutzen für die Schadenaufnahme oder die nachgelagerte Organisation bieten. Rückmeldungen aus der Praxis helfen dabei, Formulierungen, Reihenfolgen und technische Abläufe weiter zu verbessern.

Die Grundidee bleibt dabei unverändert: Im ersten Moment nach einem Schaden soll aus Unsicherheit ein verständlicher nächster Schritt werden. Aus einzelnen Fotos, Notizen und Angaben soll eine strukturierte Grundlage für die weitere Bearbeitung entstehen.

Aus der Praxis für die Praxis

Unfallerfasser wurde entwickelt, weil sich dieselben Dokumentationsprobleme über Jahre wiederholten – bei Privatfahrern ebenso wie in betrieblichen Fahrzeugprozessen.

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